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Keine Treffer

Fördertechnik für Lebensmittel

Die Automatisierung in der industriellen Lebensmittelherstellung ist weit fortgeschritten. Mit Verarbeitungstechnik werden die Lebensmittel hergestellt und verarbeitet, mit Verpackungstechnik werden die fertigen Lebensmittel verpackt und mit Technik zur Qualitätskontrolle vor dem Warenausgang geprüft. Die Fördertechnik hat die Aufgabe, die einzelnen Prozessschritte miteinander zu verknüpfen und die Produkte vollautomatisch zum nächsten Prozess zu fördern. Die Fördertechnik ist somit Bindeglied einer vollautomatisierten Verarbeitungslinie. Die Aufgabe besteht aber nicht nur in der Produktförderung von Anlage zu Anlage, sondern auch in der Schaffung intelligenter Zwischenspeicherung der Produkte zur Pufferung auftretender Stillstandzeiten einzelner Anlagen in der Prozesskette.

Fördertechnik für unterschiedliche Produkte

Unterschiedliche Produkte stellen verschiedene Anforderungen an die Fördertechnik. Für leicht verderbliche oder feuchte Produkte, zum Beispiel in der Milchverarbeitenden Industrie, eignen sich geschlossene Fördergurte aus Polyurethan. Diese sind hochhygienisch und lassen sich gut mit allen Arten von Reinigungsmitteln reinigen. Wichtig ist, dass der Fördergurt Rückstandsfrei gereinigt werden kann. Unter Umständen ist es auch erforderlich das Band so zu fertigen, dass der Fördergurt schnell abnehmbar ist, um diesen separat besser reinigen zu können sowie Produktreste am Fördergestell restlos zu entfernen. In diesem Zusammenhang kann es ebenfalls wichtig sein, dass die Fördertechnik in der Schutzklasse IP67 gefertigt ist, da diese zum Teil mit viel Wasser und gegebenenfalls mit Wasserhochdruckreinigern behandelt wird.

Ausstattungsmerkmale der Fördertechnik

Die vorwiegende Aufgabe der Fördertechnik besteht darin, das Produkt von einer Prozessanlage zur nächsten Prozessanlage zu transportieren. Fördertechnik sollte demzufolge möglichst modular aufgebaut sein, um auch bei sich ändernden Prozessanforderungen anpassungsfähig zu sein. Bei Förderbändern die einen Höhenunterschied zurücklegen, spricht man auch von Steigförderbändern. Es gibt verschiedene Lösungsansätze für Fördertechnik, um Produkte über Biegungen zu transportieren. Als Fördergurte werden häufig Modulgurte und geschlossene Gurte eingesetzt. Mit Modulgurten lassen sich große Mengen von trockenen und gefrorenen Produkten transportieren, während die geschlossenen Gurte bei hohen hygienischen Anforderungen verwendet werden. Häufig verwendete Materialien für Fördergurte sind PVC und PU. Um das Produkt auf dem Gurt mitzunehmen, werden häufig sogenannte Mitnehmer oder Stollen eingesetzt. Diese können in Modulgurten dazwischen gefügt werden oder in geschlossenen Gurten aufgeschweißt werden. Für einige Produkte, zum Beispiel getrocknetes Heu und Gräser, können rechenförmige Stollen von Vorteil sein. Ebenso können mittig unterbrochene, nur seitlich befestigte Stollen oder Laschen angebracht werden. Somit kann ein Abstreifer über den Gurt laufen, welcher am Gurt fest haftende Produkte vor dem Bandrücklauf beseitigt. Für einige Anwendungen, zum Beispiel bei gefrorenen Produkten, kann die Gurtoberfläche mit einer Reiskornstruktur versehen werden. Das verhindert ebenfalls ein Ankleben gefrorener Produkte. Zudem kann Fördertechnik mit allerlei Zubehör ausgestattet werden. Zum Beispiel mit Abdeckungen ober- und unterhalb zur Vermeidung von Verschmutzungen. Eine integrierte Waschstation kann den Gurt im schwer zugänglichen Innenbereich automatisch reinigen. Fördertechnik ist meistens mit den verbindenden Prozessanlagen mittels Sensoren verbunden, um den Produktfluss über die Fördertechnik intelligent steuern zu können.